IBM Tivoli Netcool/OMNIbus Version 8.1

MIB-Daten importieren

Vorgehensweise beim Importieren von SNMP-MIB-Daten in MIB Manager.

Vorbereitende Schritte

Geben Sie im Fenster Benutzervorgaben Positionen für die MIBs an, die regelmäßig von den Lieferanten-MIBs verwendet werden. Stellen Sie sicher, dass sich Ihre MIBs in lieferantenspezifischen Verzeichnissen befinden und dass alle zugeordneten Ausrüstungsnummern in Unterverzeichnissen enthalten sind. Stellen Sie außerdem sicher, dass in diesen Verzeichnissen keine Nicht-MIB-Textdateien gespeichert sind. Die meisten MIBs werden im Verzeichnis NCHOME/omnibus/var/mibmanager/mibs/base installiert, alle RFC-MIBs im Verzeichnis NCHOME/omnibus/var/mibmanager/mibs/rfc.

Es kann sein, dass die von Ihnen importierten MIBs von anderen MIBs abhängen. Um sicherzustellen, dass MIB Manager während des Imports abhängige MIBs suchen kann, müssen Sie den Suchpfad auf die Positionen der abhängigen MIB-Dateien setzen.

Vorgehensweise

So importieren Sie MIB-Daten:

  1. Klicken Sie auf MIB-Importsymbol Importieren oder im Menü auf Datei > Importieren.
  2. Geben Sie im Feld Verzeichnis die Position der MIB-Module an, die Sie importieren wollen.
  3. Damit MIB Manager alle MIBs in verfügbaren Unterverzeichnissen parst, müssen Sie das Kontrollkästchen Unterverzeichnisse durchsuchen auswählen.
  4. Klicken Sie auf Importieren.

    Das Fenster Importstatus wird angezeigt, während die MIB-Module geparst werden. Im linken Bereich dieses Fensters wird die Anzahl unterschiedlicher MIB-Objekttypen angezeigt, wenn diese während des Parsing der importierten MIB-Dateien erkannt werden.

    Nach dem Parsing der MIBs werden von MIB Manager alle MIB-Module geprüft und alle ermittelten MIB-Objekte geparst. Nach dem Parsing sämtlicher Objekte werden von MIB Manager alle MIBs geprüft und die Importanweisungen verarbeitet, um alle referenzierten MIB-Module zu ermitteln. Falls referenzierte MIB-Module nicht in zuvor importierten MIB-Modulen ermittelt werden können, durchsucht MIB Manager die Verzeichnisse im Suchpfad. Im rechten Bereich des Fensters Importstatus werden Symbole angezeigt, über die der Status aller in den importierten MIBs ermittelten Importanweisungen angegeben wird (s. folgende Tabelle):
    Symbol Beschreibung
    Fragezeichen Gibt an, dass die Importanweisung nicht aufgelöst wurde.
    Häkchen Gibt an, dass die Importanweisung aufgelöst wurde.
    Kreuz Gibt an, dass das MIB-Modul, das in der Importanweisung referenziert ist, nicht aufgelöst werden konnte.

    Sie können die Baumstruktur der Importanweisungen einblenden, um anzuzeigen, welche MIB-Module Importanweisungen zum Referenzieren anderer MIB-Module verwenden.

    Die Information Import abgeschlossen wird oben im Statusframe angezeigt, wenn alle importierten MIB-Dateien verarbeitet wurden. Sie können alle im Verlauf des Imports generierten Statusnachrichten anzeigen, indem Sie auf Statusprotokoll anzeigen klicken und die Dropdown-Liste Sicht für die Auswahl einer Filteroption verwenden.

  5. Klicken Sie auf Schließen, um das Fenster Importstatus zu schließen.

Ergebnisse

Die Sicht MIB-Module wird automatisch aktualisiert, sodass nun die Namen der neu importierten MIB-Module angezeigt werden. Die Sicht OID-Baumstruktur wird automatisch aktualisiert, sodass nun alle neu importierten MIB-Objekte angezeigt werden. Für die erneute Erstellung der Baumstruktur durchsucht MIB Manager die übergeordneten Knoten der Baumstruktur (iso, ccitt und joint-iso-ccitt) rekursiv nach untergeordneten Knoten, bis ein untergeordneter Knoten ohne zugeordnete untergeordnete Elemente gefunden wird. Wenn keine Fehler festgestellt werden, wird in der Sicht OID-Baumstruktur eine vollständig gefüllte MIB-Baumstruktur angezeigt, die die geparsten Objekte enthält.

Wenn Sie in der Sicht OID-Baumstruktur auf ein Objekt klicken, wird dieses dadurch automatisch in der Sicht MIB-Module angezeigt. In der Sicht Details werden detaillierte Informationen zu dem ausgewählten Objekt angegeben.

Die importierten MIB-Module werden in einer XML-Datei gespeichert, die die Struktur des betreffenden MIB-Moduls darstellt. Die XML-Dateien sind im Verzeichnis NCHOME/omnibus/var/mibmanager/data enthalten.

Wenn nicht aufgelöste Importanweisungen ermittelt werden, müssen Sie den Lieferanten kontaktieren, der für die fehlenden MIBs verantwortlich ist, die fehlenden Dateien dem Suchpfad hinzufügen und den Import wiederholen.

Anmerkung:

Lieferanten geben in manchen Fällen doppelte Objektnamen oder einen Objektnamen an, der mit einem in einer RFC angegebenen Objektnamen identisch ist.

Beispielsweise ist im Modul SNMPv2-MI' ein Objekt mit dem Namen system und mit OID 1.3.6.1.2.1.1 definiert und im Modul WINDOWS-NT-PERFORMANCE ist ein anderes Objekt mit dem Namen system und mit OID 1.3.6.1.4.1.311.1.1.3.1.1.23 definiert. Ebenso ist ein Objekt mit dem Namen sysDescr im Modul SNMPv2-MIB als system.1 definiert und ein anderes Objekt mit dem Namen sysFileReadOperationsPerSec ist im Modul WINDOWS-NT-PERFORMANCE als system.1 definiert. In diesem Fall ist unklar, welchem übergeordneten Objekt die untergeordneten Objekte zugeordnet sind.

Wenn ein Objekt mit einem doppelten übergeordneten Namen ermittelt wird, versucht MIB Manager, das übergeordnete Objekt zu finden, das in demselben MIB-Modul definiert wird. Im Beispiel oben ist dies WINDOWS-NT-PERFORMANCE. Wenn keines der übergeordneten Objekte in demselben MIB-Modul definiert wird, versucht MIB Manager dann festzustellen, ob das übergeordnete Objekt in anderen MIB-Modulen definiert wird, von denen das Objekt abhängt. MIB Manager ermittelt außerdem andere MIB-Module, die das übergeordnete Objekt referenzieren, und wählt den Namen des am häufigsten referenzierten übergeordneten Objekts aus. Dies kann jedoch zu einer nicht ordnungsgemäß mit Daten gefüllten MIB-Baumstruktur sowie zu nicht ordnungsgemäß berechneten OIDs führen. Daher wird bei jedem doppelten Objektnamen, der von MIB Manager festgestellt wird, eine Warnung protokolliert. Außerdem werden in einer Debugdatei die Aktionen aufgezeichnet, die zum Auflösen der Duplizierung ausgeführt wurden.


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